Peter Albiez, Vorsitzender der Geschäftsführer. Pfizer Deutschland

Die Corona-Krise ist eine ungeheure Herausforderung für die Gesellschaft als Ganzes und für jeden Einzelnen. Die Lehren der Krise müssen national und europäisch erarbeitet werden. Wir brauchen ein digitales Gesundheitssystem und müssen unsere Lieferketten sichern.

Was uns innovativ macht, ist internationale Kooperation, und entschlossen in eine Richtung aktiv zu sein. Unser Wachstum und unser Wohstand hängen davon ab, dass wir innovativer werden. Wir brauchen redundante starke Netzwerke.

Wir werden es wohl eher nicht schaffen, Arzneimittelproduktionen nach Europa zurückzuholen, aber wir müssen das wir hier haben halten und sehen, dass wir in Europa besser zusammenarbeiten.

In Deutschland produzieren wir für 120 Länder Krebsmedikamente und das ist uns in der Pandemie gut gelungen. Darauf bin ich stolz.

Wir brauchen insbesondere einen besseren Schutz geistigen Eigentums und die Gleichberechtigung beim Zugang zu Daten. Wer Kapazitäten im eigenen Land halten will, der muss attraktive Bedingungen für die Unternehmer schaffen. Deutschland, die einstige Apotheke der Welt verliert immer mehr an Bedeutung zu Gunsten von USA und Asien. Auch die Zahl der Biotechneugründungen ist in Deutschland stark rückläufig. Wir müssen die Weichen in eine andere Richtung stellen.

Durch die Corona-Krise können wir viele Herausforderungen besser erkennen: Wir brauchen eine flächendeckende Breitbankversorgung, müssen die Demografie beachten und brauchen für die Medizin von Morgen brauchen mehr Mut. Über einen Wirtschaftsstandort wird in Zukunft immer stärker die Datenverfügbarkeit entscheiden.

Wir sehen in Deutschland häufig einen Skeptizismus. Wir brauchen mehr Mut und ein tatkräftiges Miteinander zwischen Wirtschaft und Politik und Wissenschaft.

Wir erleben gerade, dass die Überwindung der Krise weltweit die Potentiale zu mobilisiert. Es braucht die Zusammenarbeit mit allen über Grenzen hinweg. Wir erfahren in Corona wie vernetzt und global unsere Welt ist. Nationalstaaten allein hätten das nicht geschafft. Es ist sehr wichtig, ein agiles Netzwerk zu haben. Das sollten wir weitermachen.

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Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. ist ein bundesweit organisierter unternehmerischer Berufsverband mit derzeit über 12.000 Mitgliedern, der 1963 gegründet wurde. Wir bieten unseren Mitgliedern eine Plattform zur Mitgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards. Der Wirtschaftsrat vertritt Interessen der unternehmerischen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Wir finanzieren uns ausschließlich durch die Beiträge unserer Mitglieder.

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